Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn't do than by the ones you did do. So throw off the bowlines.
Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover. - Mark Twain -


Unsere Stops


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Mittwoch, 27. Juni 2012

Medellin, Kaffeeparadies Salento und Bogota

Buenas aus Cusco in Peru,

aber zunaechst muessen wir noch vom fantastischen Kolumbien zu Ende berrichten. Nach der heissen Stadt Cartagena (bis gefuehlte 42) an der Nordkueste ging es mit dem Nachtbus (die Busse waren so bequem wie nirgendwo, es gab sogar Wadenstuetzen am Sitz) in die beruehmt beruechtigte Stadt Medellin (hier regierte bis 1993 der maechtigste Drogenhaendler und damit einer der reichsten Menschen der Welt, Pablo Esobar). Unser erster Eindruck: scheisse hier ist es kalt, bis wir schnell feststellten dass das Klima auf 1500m recht angenehm ist - man konnte mal wieder richtig durchatmen. Unser Hostel hatten wir uns im sicheren Ausgehviertel El Poblado gesucht. Von Drogen und Bandenkrieg war hier keine Spur. Im Gegenteil, dass Viertel hat uns extrem ueberrascht und uns die moderne Seite Kolumbiens gezeigt. Wir sind gleich 3 Tage geblieben. Einen fantastischen Ausblick ueber die Daecher von Medellin genossen wir bei einem kuehlen Bier von einer modernen Dachgeschoss-Bar eines 5 Sterne Hotels - das East in Hamburg kann hier nicht mithalten!



Am naechsten Tag waren wir gezwungenermassen faul, es hat geschuettet wie aus Eimern und wir vertagten unseren Innenstadtbesuch. Im Hostel war es gut auszuhalten, sehr klein, modern und sauber und mit der schrillen Mitfuenfzigerin Monica und Connie, beide aus Australien, war es eine lustige Company.

Am naechsten Tag also auf in die Innenstadt (es gibt sogar eine Metrobahn in Medellin). Das war schon etwas anders. Wo sind die Touristen? Wir haben uns sehr beobachtet gefuehlt aber nach einer Weile war es ok und wir konnten viel geniessen und beobachten. Der riesige Plaza de Botero ist wunderschoen mit den ausgestellten Werken vom gleichnamigen Kuenstler. Wir haben mal wieder leckere Fruchtsaefte und typisches Essen probiert und haben sogar eine Bar gefunden wo wir das Spiel Deutschland gegen Holland sehen konnten. Wir waren in der Unterzahl, daher nur visuell, die kolumbianische Folklore musste fuer die kultigen Altherren bei ihrer Kaffeepause weiterlaufen :)

hier werden sogar Angelrouten auf der Strasse verkauft
der Plaza de Botero in Medellin


Es spielt sich alles auf den Strassen ab. Hier ein typischer Schreibservice zum Ausfuellen von Dokumenten oder Briefe verfassen mit alter Schreibmaschine.
Lebende Telefonzellen sind auch typisch. Die haben ein Handy und preisen mit grossen Aufschriften an ihren Koerpern die Minutenpreise an.

Von Medellin ging es weiter Richtung Sueden in das kleine Bergdorf Salento im beruehmten Kaffeedreieck. Das Dorf ist verhaltnismaessig touristisch, bisher jedoch meist einheimische Touristen.
Hier haetten wir locker eine Woche bleiben koennen. Saftig gruene Berge, Kaffeeplantagen, herzliche Kolumbianer, Pferdekarren, tolle Restaurants und urige Cafes...





Wir hatten 2 Tage und 2 Highlights:
Der Besuch einer Oekokaffeefarm: Nach einer kleinen Tour ueber die Plantage konnten wir hautnah erleben, wie Kaffee urspruenglich hergestellt wird und wieviel Arbeit dahinter steckt, guten Kaffee herzustellen.  Bei einer abschliessenden Kafferunde konnten wir uns ueberzeugen - es war ein Genuss! Mit den Englaendern und auch 3 Deutschen haben wir uns direkt zum Abendessen verabredet. Auf dem Weg dorthin lief uns Connie aus Medellin ueber den Weg, die wir direkt mitgenommen haben. Es war eine lustige Runde bei Pizza und Bier.

Tour auf der Kaffeeplantage Don Elias bei Salento


unser entspannter Kaffeebauer und Tourguide

Mit Ben und Elaine aus England und Connie gruendeten wir spontan eine Reisegruppe fuer den naechsten Tag und unser Highlight Nr. 2: Das Valle de Cocora (Wachspalmental; die Wachspalme ist der Nationalbaum Kolumbiens und ist mit bis zu 50 m die hoechste Palmenart der Welt).








die Nonnen waren krass, sie waren trotz Schlamm so rein wie Nonnen nur sein koennen....wahrscheinlich doch Gott gesegnet ;)

Die Wanderung war ordentlich, denn aus 5 Stunden haben wir auf 7 Stunden ausgeweitet da wir die ersten 2 Stunden auf dem falschen Weg waren, super! Kinder haetten eine wahre Freude gehabt, extrem matschig ist noch untertrieben (das Ausleihen der Gummistiefel war die beste Entscheidung), man teilt die Wege mit Pferden fuer die faulen Touristen, also kommen die ganzen Fladen auch noch dazu und natuerlich Regen Regen Regen, wenn schon denn schon :).
Dennoch war es einzigartig, erst ueber Wiesen, dann durch den Dschungel bis hoch in den Cloudforest und hinein ins Tal der Wachspalmen.

auf dem Gipfel im Cloud Forest





Es war wie auf einem anderen Planeten und durvch den Regen und die tief haengenden Wolken irgendwie mystisch, wir waren die einzigen Wanderer.

Am Ausgang sahen wir sehr viele Soldaten, die wahrscheinlich tagsueber in den Waeldern patroullieren. Die FARC (Rebellengruppe) wurde in den letzten Jahren immer weiter zurueck gedraengt. Die Touristen dort koennen sich sicher fuehlen.

Abends belohnten wir uns alle mit dicken Burgern und kolumbianischen Poker Bier :)

Am naechsten Tag ging es schon weiter nach Bogota. Die Busfahrt waere eine eigene Story wert. Wir sind angekommen, das ist die Hauptsache. An der Busstation hat uns die Polizei hoechstpersoenlich an allen wartenden Leuten (die Taxischlange war soooooo lang) vorbeigeschleust und ein Taxi organisiert. Alle (offiziellen) Taxifahrten werden hier elektronisch aufgenommen, mit einer ID versehen und man bekommt einen Beleg mit ID Nummer und Fahrtziel... In der Altstadt wurden kuerzlich alle Strassen umbenannt, die Hostelsuche hat also nochmal die Geduld unseres Taxifahrers auf die Probe gestellt. Wir hatten "Glueck" denn an unserem einzigen Tag in Bogota war Feiertag und so gut wie alle Lokalitaten und Geschaefte in der Altstadt hatten zu. Wir haben Bogota daher eher als Moloch und weniger reizvollen Ort in Erinnerung.


Unsere Hostelstrasse im Altstadtviertel La Candelaria

Ein Tag hat vollkommen gereicht, am selben Abend ging unser Flieger nach Cusco/ Peru, auf in ein neues Abenteuer und Reisen zu dritt :) Steffi aus Hamburg begleitet uns in den naechsten Wochen durch Peru und Bolivien. Mehr dazu im naechsten Beitrag.


Dienstag, 12. Juni 2012

Panama City, San Blas und Ankunft in Suedamerika

Hola, viva Colombia!!!!

soviel und etwas mehr Spanisch haben uns nunmehr bis nach Kolumbien gebracht, bisher sind wir von diesem Land total begeistert, aber alles der Reihe nach...


Wir hatten in Panama City einiges auf dem Zettel und haben dort eine knappe Woche verbracht und uns wohl gefuehlt. Panama City ist eher westlich - eine angenehme Abwechslung - mit vielen modernen Hochhaeusern, Malls und insgesamt ist vieles in Bewegung. Das Altstadtviertel wird heftig saniert und aufgehuebscht (viele alte Kolonialbauten). Seit etwa einem halben Jahr gibt es in der City erst moderne, klimatisierte Metrobusse.  Es fahren aber nach wie vor noch die so genannten Red Devil Busse - fuer nichtsahnende Gringos sind sie auch so heftig wie der Name schon vermuten laesst: alt, laut, heiss, teilweise laute Latinomusik, nur Locals, hop on hop off wo gerade jemand an der Strasse steht - wir fanden es aufregend :)

Strassenzug im Altstadtviertel Casco Viejo in Panama City - alt versus neu

Marktplatz in Casco Viejo

Ein Highlight fuer uns war auch der Besuch der Miraflores Locks an der Pazifikseite des Panamakanals. Hier konnten wir leider (noch) keinen Hamburg Sued Container entdecken :) Spannend zu sehen, wie die riesigen Container dort hindurch manoevriert werden. Derzeit wird nebenan auf einer riesigen Baustelle an der Erweiterung der Locks gearbeitet, um in ein paar Jahren noch groessere Schiffe mit bis zu 12.000 Containern passieren zu lassen.


 
Extrem viel Zeit und Aufregung hat uns die Buchung eines Segelbootes zur Ueberfahrt von Panama (Karibikkueste) ueber die San Blas Islands nach Kolumbien bereitet. Es gibt viele Horrorgeschichten bzgl. ueberfuellten Booten, schlechtem Essen, mangelnde Sicherheit etc. Da die Ueberfahrten allerdings 5 Tage dauern, legt jedes Boot max. 2x im Monat von Panama ab. Wir hatten 2 Catamaran-Empfehlungen aus erster Hand. Einer davon war weg, fuer den anderen hatten wir eigentlich schon auf Bocas Island eine Zusage von Fritz, dem oesterreichischen Captain, erhalten. Leider hatten wir nicht die Moeglichkeit ueber Paypal eine Anzahlung zu leisten und der Fritz sagte uns trotz Zusage 1 Tag vor Abfahrt ab... Ein Wahnsinn, zummal es nicht einfach ist, ein gutes und sicheres Boot einfach mal schnell zu fnden. Ein Tag weitere Recherche und wir entschieden uns fuer einen italienischen Captain und sein praechtiger Catamaran aus 2007 (14 m lang, 6 Kojen und jede Menge Platz) sollte die perfekte Loesung sein.

Captain Eduardo hat uns alle einen Abend vor dem ablegen zu einem kurzen persoenlichen Kennenlernen in ein einfaches Strandrestaurant zitiert. Wir dachten alle, einen informativen und lustigen Abend mit unserem Captain verbringen zu koennen. Es wurde aber schnell ruhig am Tisch, als Eduardo seine Regeln in einem interessanten Englisch mit italienischem Temperament runter betete. Das Hauptproblem war zunaechst, dass kein eigener Alkohol an Bord getrunken werden durfte (super, denn die Iren hatten kurz zuvor fuer 70 $ eingekauft). Man fuehlte sich nicht wirklich herzlich willkommen, was generell an seiner speziellen Art wie auch an manchen negativen Erfahrungen, die er mit jungen Party-Backpackern gesammelt hat, liegen koennte. Kurz darauf war er auch schon wieder weg und wir etwas verdutzt.

Nach diesem Abend sind 3 Jungs wieder abgesprungen (juhu, mehr Platz und Essen fuer uns :)) und somit sind wir mit 3 anderen Paerchen aus Irland, England und Australien am 03.06. von Puerto Lindo an der panamenischen Karibikkueste aus in See gestochen.
Wir waren wiklich gespannt, ob wir mit Eduardo und der See klar kaemen. Wir hatten ruhiges und sonniges Wetter und ohne Probleme erreichten wir nach 6 Stunden unseren ersten Ankerplatz vor einer Traumkulisse.


Das Archipel San Blas besteht aus rund 360 wunderschoenen Inseln. Manche davon sind gerade so gross wie ein Wohnzimmer und haben nur eine Palme. Einige Inseln sind von dem Volk der Kunas bewohnt. Diese leben sehr einfach und traditionell in Strohhuetten und leben von dem, was sie Touristen an Fussbaendern, Fischen usw. verkaufen.





Unter Motor (da zu wenig Wind) ging es am naechtes Tag zu weiteren Inseln, wo wir baden und schnorcheln konnten. Das Reef war wirklich super und kann mit dem Barrier Reef mithalten. Neben dem Boot und Captain ist das Essen auf so einem Toern wichtig - solange man nicht seekrank wird :) Mit der Schleppangel hatten wir Glueck und so kam ich (Tino) auch noch zum Fischen-:) Eduardo war auch am Herd routiniert und so gab es Kingfisch-Sushi, Barracuda gebraten, Hummer, Maracuja-Rum-Punsch und selbsgemachte Pizza und Kuchen.




Unsere kleine Reisegruppe an Bord

Ueber unseren Captain koennten wir ein kleines Buch schreiben, aber das ersparen wir Euch.

Der Duschbereich an Bord, in der Regel allerdings beim Ankern und es gab auch Suesswasser

Am 3. Tag ging es auf hohe See und trotz 2-3 Bft Windstaerken fuehlte sich das im unteren Bereich wie ein Sturm an. Unter Deck konnte man sich nur waagerecht aufhalten. Zum Glueck hatten wir auf dem Oberdeck viel Platz. Gruene Apfel sollen lt. Eduardo helfen, Seekrankheit zu vermeiden-somit war das unsere Frucht! Jedes Paerchen musste in der Nacht abwechselnd 2 Std Schicht schieben-es blieb aber eine ruhige Vollmondnacht ohne besondere Vorkomnisse, die dem Captain zu melden waeren. Am naechsten Tag zum fruehen Abend endlich Land in Sicht. Cartagena begruesste uns mit einem schoenen Sonnenuntergang und gefuehlten 35 C. Noch 2 Tage danach schwankten wir. Aber letztendlich waren wir gluecklich, solch einen Tourn erleben zu duerfen. Die Segelzeit war in der Tat die beste, da die See zwischen September und Maerz weitaus rauer ist. Tolles Boot,  segeln im Paradies, nette Leute und ein Captain, den es so nur einmal gibt

Anfahrt auf Cartagena / Kolumbien

In Cartagena erholten wir uns und endeckten diese schoene Kolonialstadt, genossen kuehle Smoothies (Cartagena ist unwahrscheinlich heiss, gefuehlte 42 C), die ersten EM Spiele und gingen zusammen mit den Englaendern und Iren auf den fuer die Stadt legendaeren Partybus mit viel Rum und Cola :)







Die Altstadt von Cartagena
Sunset im Cafe del Mar in Cartagena

Typisches Tagesmenue: Suppe mit Kochbanane, Reis mit Fleisch, Bohnen und Rote Bete fuer ca. 3 EUR, das freut das Backpacker Portemonnaie



Samstag, 26. Mai 2012

Nicaragua und Bocas del Toro / Panama

Moin zusammen,

oh, der Vulkanhike, gefuehlt ist unser letzter Blogeintrag ueber Nicaragua Monate her - hier mal wieder ein Update. Nach der Vulkantour waren wir leider nur 1 Tag in dem schoenen und relaxten Kolanialstaedtchen Granada, weil unser Hostel am naechsten Morgen voll ausgebucht war. Hier haben wir u.a. unseren besten Mangosmoothie fuer 1,20Euro geniessen koennen - lecker! Unterwegs im Bus nach Managua habe ich auf einmal einen roten Beutel neben mir entdeckt, ja, ein HAMBURG Beutel :) Die Frau war eine einheimische Lehrerin mit Partnerschule in HH. Es war ein netter, wenn auch einsilbiger Plausch.  Weiter ging es anschliessend mit Chickenbussen bis an die Pazifikkueste in Nicaragua nach San Juan del Sur, ein huebsches Dorf wo wir bei einer Familie untergekommen sind. Die Hotelmutter Sara war sehr herzlich und hat uns jeden Tag etwas von ihrer typischen Gerichte (z.B. Yucca, Wurzelgemuese, schmeckt wie Kartoffeln) hochgebracht und kosten lassen. Der Dorfstrand war weniger schoen und wir sind ausserhalb des Ortes in ein nagelneues Eco-Resort mit Pool umgezogen (es lief gerade eine Promotion-somit auch  bezahlbar plus leckerem Nica-Fruehstueck, was aus gekochten Bananen, Reis, Bohnen und Ei bestand). Die 4 Tage dort waren herrlich entspannend, weil kaum jemand dort war.
Zu betonendes Highlight fuer Tino: Er war beim Frisoer fuer gerade 1,50 EUR - und echt zufrieden mit dem Ergebnis. Wenn doch nur die Fluege nicht so teuer waeren...

San Juan del Sur liegt kurz vor der Grenze zu Costa Rica. Grenzuebergaenge sind generell immer sehr spannend, man weiss nie wie es kommt. Bisher hatten wir immer Glueck und mussten nie draufzahlen. Die Besonderheit bei der Einreise nach Costa Rica ist, dass eine Ausreisebescheinigung vorzuweisen ist. Nicht jeder wird kontrolliert, aber wir haben von einigen gehoert, die sich an der Grenze bereits irgendein Busticket kaufen mussten, um den Einreisestempel zu bekommen.
No risk no fun, wir hatten Glueck und wurden nicht gefragt :)

Die folgende Woche in Costa Rica ist leider nicht sehr erwaehneswert. Gebt Euer Urlaubsgeld besser in Panama, Nicaragua oder Guatemala aus.
Einziges Highlight: Die Bananen waren hier so guenstig wie nirgendwo: 1 Banane fuer ca. 30 Colones, entspricht ca. 4,5 Ct.

Da waeren wir auch schon beim naechsten Grenzuebergang: Costa Rica nach Panama, im Norden an der Karibikkueste. Es war nichts los, nur ein paar muede Grenzer, ein paar Einheimische, wir und ein niederlaendisches Paerchen. Nichts Boeses ahnend wurde von dem Paerchen vor uns nach einem Ausreiseticket verlangt. Wie jetzt? Das Zepter sollte doch schon in Costa Rica an uns vorbeigegangen sein?! Sie hatten ein Ticket von Mexico nach Canada, dass hat dem Grenzer jedoch nicht gereicht und sie mussten gegenueber an einer Holzbaracke fuer ca. 14$ p.P. ein Busticket kaufen, was sie aller Vorraussicht nach nicht gebrauchen werden. Schoene Grenzgeschaefte. Die ganze Zeit schlawenzelte ein Scheinoffizieller um uns herum und wollte uns erzaehlen was wir zu tun hatten, sollten z.B. auch ein Ticket nach Bocas fuer 14$ p.P. kaufen (da wollten wir auch hin) und dann wuerden wir den Einreisestempel bekommen, er regelt das :)
Alles sehr undurchsichtig, letztendlich sind wir selber zum Schalter gegangen, auch von uns wollte er einen Nachweis, und haben es mit unserem Flugticket LA - Australien probiert. Nach laengerem Begutachten unseres gesamten Tickets hat er kommentarlos die Stempel in unsere Paesse gedrueckt. Nicht nachfragen, bloss schnell weiter mit den Paessen zur naechsten Tuer, noch 3$ an die Grenzer und dann weiter mit dem niederlaendischen Paerchen und per Taxi nach Almirante. Die Taxifahrt war lustig, da der Taxifahrer am Strassenrand seltsame Fruechte gekauft hat und wir durften probieren. Wichtig: Diese Fruechte, gesprochen "Woaba", darf man nicht zusammen mit Tequila geniessen, sonst "schlaeft man ein". Sah aus wie eine grosse Flache Banane, in der kleine pelzige, eine Art Litschis waren, sehr suess und in der Mitte war ein dunkler Kern. Die zwei Taxifahrer (Vater und Sohn) haben es auch gegessen, Gott sei dank.

Von Almirante ging es per Wassertaxi ca. 30 min nach Bocas del Toro, eine Inselgruppe im Nordwesten Panamas. Mehr haben wir noch nicht gesehen, aber wir sind nach 1 knappen Woche Bocas schon Pananmafans. Grandiose Unterkunft mit Garten, Mangobaum, Kolibris, eigene Fahrraeder mit denen wir die Insel erkunden, nach dt. Standard eingerichtete Kueche, Flatscreen - also sogar besser als zu Hause in Dulsberg :)
Bocas ist noch nicht ganz so erschlossen, viele typisch karibische Holzhaeuser, viele noch auf Stelzen da Bocas Town frueher nur aus Wasserstrassen bestand und spater aufgeschuettet wurde, ein Mix aus Einheimischen, zugezogenen Gringos und Backpackern. Die anderen Inseln erkundet man per Tagestouren oder individuell per Wassertaxi.

Und hier ein paar Bilder:

Busbahnhof in Nicaragua kurz vor San Juan del Sur, typische Chickenbusse

Grenzbruecke von Costa Rica nach Panama
"Woaba" - wer weiss genau was das ist?

Bocas del Toro / Panama - Playa Bluff auf der Hauptinsel Colon, mit dem Fahrrad erreichbar



Insel Zapatilla

Lunchstop auf unserer 1 taegigen Inselhoppingtour

unsere Terrasse

Sternfische sieht man am Playa Estrella alle paar Meter

Die Hauptstrasse von Bocas Town - ganz typisch


Morgen geht es leider schon weiter nach Panama City.

Schoene Pfingsten!



Montag, 14. Mai 2012

Vollmondwanderung zum Telica Vulkan / Nicaragua

Hiervon muessen wir Euch berichten und ein eigenes Posting aufmachen. Leon ist ehrlich gesagt keine sehr sehenswerte Stadt (obwohl mal wieder vom Lonely Planet als koloniales Highlight ausgeschrieben), aber ein idealer Ausgangpunkt fuer Vulkanwanderungen. Es gibt in der Gegend viele Vukane und auch einige aktive, daher sollte Leon also unser Startpunkt in Nicaragua sein. Der erste Eindruck war etwas ernuechternd: dreckig und die Hostels recht angeranzt, extrem heiss und schwuel, keine einladenden Cafes oder Geschaefte die einladen, mehr von der Stadt zu erkunden. Ein Sturzregen am naechsten morgen daempfte dazu erst mal unsere Vorfreude auf Hiking und Camping, also noch ein kleines Nickerchen, dann noch ein heftiger Regen. Super! Trotzdem machten wir uns danach auf zu Quetzaltrekkers um uns ueber moegliche Touren zu informieren. Wir hatten geplant einen aktiven Vulkan aus der Naehe zu sehen und welch ein Glueck, die Vollmondnacht stand bevor und noch am selben Abend ging eine Nachtwanderung hoch zum Telica Vulkan und gleich wieder runter, es waren noch 2 Plaetze frei. Tausend Punkte, denn die Tour war billiger, wir wuerden wieder zurueck sein wenn die Affenhitze anfaengt und es gab nur ein kurzes Zeitfenster in dem es bitte bitte nicht regnen sollte (alle anderen Touren waren 2 taegig). Also direkt gebucht. Los ging es um 21.30Uhr mit einer kurzen Einweisung und anschliessender Pastaparty-das war auch gut so, denn fuer die naechten 12 Stunden auf den Beinen brauchte man viel Energie. Mit einer Art Planwagen ging es zum Ausgangspunkt in das Dorf San Jacinto, von wo aus unsere Gruppe von 16 Leuten plus 3 Guides in die "kuehle" Nacht  starteten. Es war in der Tat eine koerperliche Herausforderung. Der Aufstieg war nicht ganz ohne - anfangs machten uns eher die kaum sichtbaren Kuhfladen zu schaffen, dafuer aber hunderte von Gluehwuermchen - sehr cool - dann ging es steil und steinig bergauf durch den Dschungel, durch den Regen gab es viele Erdrinnen, viel schlimmer war jedoch die Hitze. Es war wie beim Bikram Yoga, nur eben 4 Stunden lang :). Um ca. 4 Uhr erreichten wir dann das Camp unterhalb des Kraters. Nach einer kurzen Einweisung bzgl. Verhalten und Gefahr am Kraterrand (kurze Zeit spaeter wussten wir warum) ging es die letzten 15 Min hinauf. Je naeher wir kamen desto heftiger wurde das Rauschen der Lava und der erste vorsichtige Blick ueber den Kraterrand war einfach nur KRASS. So etwas Beeindruckendes haben wir auf unseren Reisen noch nicht erlebt. Der Rand war mit ueber 90 Grad extrem steil und es ging 120 Meter in die Tiefe wo die Lava brodelte und so laut rauschte wie ein reissender Strom. Vorsichtig haben wir uns alle an den Rand gelegt, Fotos geschossen, den Augenblick genossen. Dann ging es hinunter ins Camp zum Sandwich essen, Sonnenaufgang und abschliessendem Abstieg, gerade rechtzeitig vor der Hitze waren wir um 10 Uhr zurueck in Leon wo bei Quetzaltrekkers noch ein leckeres Fruehstueck auf uns wartete. Super Trip und: ohne Regen :)









Nach Leon ging es weiter Richtung Sueden ueber Granada an die Pazifikkueste nach San Juan del Sur, wo wir die letzten Tage verbracht haben. Nicaragua hat uns bisher besonders gut gefallen. Viel Abwechslung auf relativ kleinem Raum, extrem nette Menschen und vergleichsweise guenstig. Morgen entern wir dann Costa Rica.

Adios :)

Freitag, 4. Mai 2012

Guatemala und Bay Islands / Honduras

Hey da sind wir wieder. Die letzten 1-2 Wochen waren wir etwas abgeschnitten, viiiiieeel Bus gefahren, Extreme was den den Komfort angeht erlebt, ganz am Ende jedoch wurden wir immer fuer die Strapazen belohnt.

Antigua / Guatemala, herrlich dieses Staedtchen, hier haetten wir spontan ein paar Wochen bleiben koennen

direkt vor unserem Starzimmer, Fruehstueck auf der Dachterrasse im Hostel in Antigua

und noch mal konkret :) bestes Fruehstueck bisher

Unsere erste Vulkantour zum Pacaya Vulkan nahe Antigua, letzter Ausbruch 2010, weiter oben steigt heisse Luft aus den Felsspalten, so dass wir uns Marshmallows backen konnten, lecker! Ein Aufstieg bis an den Krater war nicht moeglich, weil zu gefaehrlich



nach 10 Stunden Fahrt fast geschafft, die letzten 20 km auf unbefestigter Strasse mitten im Hochland von Guatemala, als Highlight die letzten km auf der Ladeflaeche, dafuer war unser Ecohostel direkt an den Semuc Champey Pools, die wir am naechsten Tag genossen haben

Semuc Champey / Guatemala, natuerliche Wasserterrassen die eine ganze Poollandschaft bilden

kristallklares Suesswasser, bestes Badeerlebnis ever :)

Kakaobaeume im Hostelgarten, die Schokolade daraus wurde von einem einheimischen Maedchen verkauft, nicht ganz billig aber war ein Geschmackserlebnis

diese Pillen muss man zwischendurch auch mal schlucken, 2 Tage Moerderanfahrt nach Roatan: erst Pickup von Semuc Champey, dann Kleinbus, dann groesserer Bus, keine Klima nebenbei, dann dieses kleine aber nicht feine Loch zum Uebernachten, am naechsten Tag weiter erst mit Colectivo Bus, dann zu Fuss ueber die Grenze nach Honduras, ein weiterer meeegaaaaaalangsamer Chickenbus (einheimische oeffentliche Busse, auf 60 km 50 mal angehalten, nach 2 Stunden waren wir am ersten Zwischenstop, dann noch ein Bus, diesmal klimatisiert zum naechsten Zwischenstop, weiter in den naechsten Bus, dann noch ein Taxi, dann die Faehre nach Roatan und zum Schluss noch ein Taxi bis nach Westend, um dort noch die Unterkunft zu organisieren, aber es hat sich absolut gelohnt, die letzten Tage waren paradisisch. Zu jeder Einzelfahrt gibt es eine gesonderte Story zu erzaehlen. Schon jetzt koennten wir ein Buch ueber Bus und Taxi fahren schreiben :)

Kaffee mit Ausblick - herrlich tropisch

Westbay Beach / Roatan, hier haben wir die letzten 3 Tage verbracht, Schorcheln direkt vom Strand

auf Roatan faehrt man Wassertaxi

Morgen um 7 geht unsere Faehre zurueck zum Festland, weiter per Bus - wir sind gespannt - nach Nicaragua. Wenigstens wird es wieder guenstiger. Roatan ist sehr amerikanisch und nicht mit dem Festland zu vergleichen (man spricht Englisch, alles in US Dollar, voller Amis, die Preise entsprechend...) Wir hatten Glueck denn es ist Low Season und alles war recht leer und entspannt.
Das Reef ist traumhaft und kann abgesehen von der Farbenpracht der Korallen mit dem Great Barrier Reef mithalten.

Bis bald!