Campertour durch das Outback
Moin Moin aus Down Under.
Zur Zeit sind wir in Sydney und haben
die letzten Wochen einiges an Kilometern (Gott sei Dank nicht alles
auf der Strasse) zurueckgelegt. Wir hatten uns fuer die rd. vier
Wochen in Australien nicht viel vorgenommen bzw. geplant – nur,
dass wir die letzte Woche in Sydney verbringen wollten. Aber alles
der Reihe nach.
Nach unseren 17 Flugstunden von Los
Angeles nach Darwin mit umsteigen in Brisbane sind wir tot ins Bett
gefallen und brauchten erst einmal 2 Tage zum Ankommen (uebrigens
durch die Datumsgrenze haben wir den 01.08. nicht erlebt). Ich (Tino)
habe Darwin kaum wiedererkannt. Es wirkte alles sehr glattgeleckt und
eine Art “Hafencity” mit Appartments, Shops und u.a. kostenlosem
Schwimmbad wurde in den letzten Jahren fertiggestellt. Der Ort war
voll von jungen Partyleuten - die Hostels waren auch alle fast
ausgebucht. Es wurde uns schnell bewusst, wie anders die Reisenden in
Latein-und Suedamerika waren und wir es hier nicht mehr lange
aushalten wuerden.
Dass das Preisnivau speziell wegen dem
Wechselkurs (2006: 1 EUR: 1,65 AUD und jetzt 1,18 AUD) hoch ist, war
uns klar. Leider macht dies das Reisen anstrengender und einfach
spontan mal was Essen oder eine Tagestour buchen ist nicht mehr drin.
Kleines Beispiel: ein einfacher Doener kostet in Darwin 10Euro, ein
Doppelzimmer in Darwin im Hostel liegt bei rd. 80 Euro. Wir haben uns
dann mal spontan fuer ein Mehrfachzimmer entschieden:). Wirlich
erstaunlich und aergerlich ist, dass es in den Hostels kein
kostenfreies Internet gibt und wenn, dann zu ueberzogenen Preisen
(3 bis 6 Dollar pro Stunde!- wie bereits 2006, Weiterentwicklung bzgl. dem schnellst wachsendem Medium Fehlanzeige). Fuer ein solch entwickeltes Land ist das extrem peinlich.
Auf unserer ganzen Reise durch die aermsten Laender Lateinamerikas
und Suedamerikas war free Wifi fast ueberall selbstverstaendlich.
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| Lagune von Darwin, recht nett aber mehr auch nicht |
Die grosse Frage fuer uns war, wie wir
recht budgetschonend das Nothern Territory bereisen. Wie es der
Zufall wollte, hat uns ein belgisches Paerchern im Hostel
angesprochen, ob wir nicht Lust haetten mit einem Campervan nach
Alice Springs in das Red Center zu fahren. Warum nicht, dachten wir.
Unser urspruenglicher Plan, durch die Kimberleys nach Broome and die
Westkueste zu fahren, fiel flach (rd.1700 EUR fuer 9 Tage waren too
much).
Eigenlich hatten unsere Reisegefaehrten
bereits eine sehr kostenguenstige Relocation eines Campers
organisiert (fuer uns sollten nur anteilige Spritkosten anfallen) -
der Vermieter stornierte leider 1 Tag vor Abreise. Wir alle wollten
aber unbedingt weg und so mussten wir einen Camper herkoemmlich
mieten. Wir hatten auch bereits den Flug von Alice nach Melbourne
gebucht - es gab also keinen anderen Weg. Und so ging es einen Tag
spaeter als geplant fuer 5 Tage und 1500km in Richtung Sueden, durch
den Kakadu National Park nach Alice Springs. Auf dem Programm standen
u.a. Salzwasserkrokodile, Aborigine Malereien, urige Roadhouses und
Campen unterm Sternenhimmel mit Lagerfeuer. Wir haben noch nie so
viele Sterne gesehen- einfach atemberaubend!
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| 5,5 m langes Salzwasserkrokodil im Northern Territory, ganz schoen maechtig gewesen |
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| Kakadu National Park, in den Tuempeln konnten wir per Fernglas Voegel und sogar ein Krokodil beobachten |
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| Felsmalereien gab es auch zu Hauf zu erkunden |
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| Lagerfeuerromantik im Buschland von Australien, Kakadu Nationalpark |
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| Total kultig, solche Freaks z.B. an der Tankstellen-Kasse sind im australischen Outback ganz normal :) |
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| Fuer einen guten Zweck faehrt diese Radfahrerin, die wir an einer Tankstelle getroffen haben, 14.000km durch Australien und will ueber Darwin, die Westkueste entlang bis nach Perth und weiter gen Osten am 25.11.12 in Melbourne ankommen, echt der Wahnsinn |
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| Das Larrimah Roadhouse am Stuart Highway Richtung Alice - unbedingte Empfehlung wenn man mal in der Naehe ist. Die hatten neben einer urigen Bar und Restaurant auch einen Outback Zoo, einen Schlangenraum und nebenan rauschten die grossen Roadtrains (bis zu 50 m lange LKWs) den Highway entlang. Alles ein bisschen oll, aber so hat es im Outback zu sein |
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| Beispielhafte Deko aus der Larrimah Bar |
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| Wallabi im Larrimah "Zoo" |
Einfach genial und weit mehr als wir erwartet hatten waren die Devils Marbles ca. 400 km noerdlich von Alice Springs direkt am Stuart Highway. Wir blieben ein Nacht am Zeltplatz gleich nebenan. Der Sternenhimmel, quasi mitten im Nirgendwo, war einfach atemberaubend, ebenso der Sonnenaufgang.
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| Barrow Creek Hotel in Barrow Creek (11 Einwohner, ca. 300 km noerdlich von Alice) ist ein populaerer Raststop und beherbergt allerlei Krimskrams die Durchreisende hier hinterlassen haben. Nebenan steht sogar noch eine der 4 ueberig gebliebenen
Telegrafenstationen. Die Telegrafenlinie reichte von Suedaustralien
bis hoch im Norden nach Darwin (3.000 km lang) und konnte ab 1872
erstmals die telegrafische Verbindung von Australien nach Europa
herstellen. | | | | | | | | | | |
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