Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn't do than by the ones you did do. So throw off the bowlines.
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Montag, 27. August 2012

Welcome to Australia - No Worries!

Campertour durch das Outback


Moin Moin aus Down Under.

Zur Zeit sind wir in Sydney und haben die letzten Wochen einiges an Kilometern (Gott sei Dank nicht alles auf der Strasse) zurueckgelegt. Wir hatten uns fuer die rd. vier Wochen in Australien nicht viel vorgenommen bzw. geplant – nur, dass wir die letzte Woche in Sydney verbringen wollten. Aber alles der Reihe nach.

Nach unseren 17 Flugstunden von Los Angeles nach Darwin mit umsteigen in Brisbane sind wir tot ins Bett gefallen und brauchten erst einmal 2 Tage zum Ankommen (uebrigens durch die Datumsgrenze haben wir den 01.08. nicht erlebt). Ich (Tino) habe Darwin kaum wiedererkannt. Es wirkte alles sehr glattgeleckt und eine Art “Hafencity” mit Appartments, Shops und u.a. kostenlosem Schwimmbad wurde in den letzten Jahren fertiggestellt. Der Ort war voll von jungen Partyleuten - die Hostels waren auch alle fast ausgebucht. Es wurde uns schnell bewusst, wie anders die Reisenden in Latein-und Suedamerika waren und wir es hier nicht mehr lange aushalten wuerden.

Dass das Preisnivau speziell wegen dem Wechselkurs (2006: 1 EUR: 1,65 AUD und jetzt 1,18 AUD) hoch ist, war uns klar. Leider macht dies das Reisen anstrengender und einfach spontan mal was Essen oder eine Tagestour buchen ist nicht mehr drin. Kleines Beispiel: ein einfacher Doener kostet in Darwin 10Euro, ein Doppelzimmer in Darwin im Hostel liegt bei rd. 80 Euro. Wir haben uns dann mal spontan fuer ein Mehrfachzimmer entschieden:). Wirlich erstaunlich und aergerlich ist, dass es in den Hostels kein kostenfreies Internet gibt und wenn, dann zu ueberzogenen Preisen (3 bis 6 Dollar pro Stunde!- wie bereits 2006, Weiterentwicklung bzgl. dem schnellst wachsendem Medium Fehlanzeige). Fuer ein solch entwickeltes Land ist das extrem peinlich. Auf unserer ganzen Reise durch die aermsten Laender Lateinamerikas und Suedamerikas war free Wifi fast ueberall selbstverstaendlich.

Lagune von Darwin, recht nett aber mehr auch nicht

Die grosse Frage fuer uns war, wie wir recht budgetschonend das Nothern Territory bereisen. Wie es der Zufall wollte, hat uns ein belgisches Paerchern im Hostel angesprochen, ob wir nicht Lust haetten mit einem Campervan nach Alice Springs in das Red Center zu fahren. Warum nicht, dachten wir. Unser urspruenglicher Plan, durch die Kimberleys nach Broome and die Westkueste zu fahren, fiel flach (rd.1700 EUR fuer 9 Tage waren too much).

Eigenlich hatten unsere Reisegefaehrten bereits eine sehr kostenguenstige Relocation eines Campers organisiert (fuer uns sollten nur anteilige Spritkosten anfallen) - der Vermieter stornierte leider 1 Tag vor Abreise. Wir alle wollten aber unbedingt weg und so mussten wir einen Camper herkoemmlich mieten. Wir hatten auch bereits den Flug von Alice nach Melbourne gebucht - es gab also keinen anderen Weg. Und so ging es einen Tag spaeter als geplant fuer 5 Tage und 1500km in Richtung Sueden, durch den Kakadu National Park nach Alice Springs. Auf dem Programm standen u.a. Salzwasserkrokodile, Aborigine Malereien, urige Roadhouses und Campen unterm Sternenhimmel mit Lagerfeuer. Wir haben noch nie so viele Sterne gesehen- einfach atemberaubend!

5,5 m langes Salzwasserkrokodil im Northern Territory, ganz schoen maechtig gewesen
Kakadu National Park, in den Tuempeln konnten wir per Fernglas Voegel und sogar ein Krokodil beobachten

Felsmalereien gab es auch zu Hauf zu erkunden


Lagerfeuerromantik im Buschland von Australien, Kakadu Nationalpark
Total kultig, solche Freaks z.B. an der Tankstellen-Kasse sind im australischen Outback ganz normal :)

Fuer einen guten Zweck faehrt diese Radfahrerin, die wir an einer Tankstelle getroffen haben, 14.000km durch Australien und will ueber Darwin, die Westkueste entlang bis nach Perth und weiter gen  Osten am 25.11.12 in Melbourne ankommen, echt der Wahnsinn
Das Larrimah Roadhouse am Stuart Highway Richtung Alice - unbedingte Empfehlung wenn man mal in der Naehe ist. Die hatten neben einer urigen Bar und Restaurant auch einen Outback Zoo, einen Schlangenraum und nebenan rauschten die grossen Roadtrains (bis zu 50 m lange LKWs) den Highway entlang. Alles ein bisschen oll, aber so hat es im Outback zu sein

Beispielhafte Deko aus der Larrimah Bar

Wallabi im Larrimah "Zoo"
Einfach genial und weit mehr als wir erwartet hatten waren die Devils Marbles ca. 400 km noerdlich von Alice Springs direkt am Stuart Highway. Wir blieben ein Nacht am Zeltplatz gleich nebenan. Der Sternenhimmel, quasi mitten im Nirgendwo, war einfach atemberaubend, ebenso der Sonnenaufgang.



Barrow Creek Hotel in Barrow Creek (11 Einwohner, ca. 300 km noerdlich von Alice) ist ein populaerer Raststop und beherbergt allerlei Krimskrams die Durchreisende hier hinterlassen haben. Nebenan steht sogar noch eine der 4 ueberig gebliebenen Telegrafenstationen. Die Telegrafenlinie reichte von Suedaustralien bis hoch im Norden nach Darwin (3.000 km lang) und konnte ab 1872 erstmals die telegrafische Verbindung von Australien nach Europa herstellen.          





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